Nach zwei Jahren mit Rückgängen wurde in der Schweiz 2025 wieder mehr Holz geerntet. Das Bundesamt für Statistik meldete im Juli 2026 eine Ernte von 4 858 424 Kubikmetern, rund 55 000 Kubikmeter oder 1,1 Prozent mehr als 2024.
Energieholz holt das Stammholz ein
Die eigentliche Nachricht steckt in der Aufteilung. 2025 wurden 2,19 Millionen Kubikmeter Stammholz geerntet, also Holz für die Sägereien, und 2,16 Millionen Kubikmeter Energieholz. Beide machen je rund 45 Prozent der Ernte aus, die übrigen 10 Prozent entfallen auf Industrieholz. Das Bundesamt für Statistik hält fest, dass die Energieholzernte damit erstmals das Niveau der Stammholzernte erreicht hat.
| Sortiment | Menge 2025 | Anteil an der Ernte |
|---|---|---|
| Stammholz | 2,19 Mio. m³ | rund 45 % |
| Energieholz | 2,16 Mio. m³ | rund 45 % |
| Industrieholz | 0,49 Mio. m³ | rund 10 % |
Die Entwicklung ist langfristig: Der Anteil des Energieholzes hat sich in zwanzig Jahren verdoppelt. 2003 machte Stammholz noch fast 70 Prozent der Ernte aus. Allein die Holzschnitzel, die in automatischen Holzfeuerungen verbrannt werden, entsprechen heute 30 Prozent der gesamten Ernte.
Energieholz stammt vor allem aus Laubwäldern: 1,23 Millionen Kubikmeter Laubholz standen 0,93 Millionen Kubikmetern Nadelholz gegenüber. Insgesamt wurden 3,2 Millionen Kubikmeter Nadelholz und 1,6 Millionen Kubikmeter Laubholz geerntet.
Wallis mit dem stärksten Zuwachs
Die Kantone entwickelten sich sehr unterschiedlich. Im Kanton Bern wurden 0,96 Millionen Kubikmeter geerntet (+8,2 %). Den stärksten Zuwachs verzeichnete das Wallis mit einem Plus von 37,3 Prozent, vor dem Tessin (+15,1 %). In Graubünden (−5,5 %) und in der Waadt (−3,4 %) wurde weniger geerntet.
Im Wallis hatte nasser Schnee Mitte April 2025 laut Kanton rund 140 000 Kubikmeter Holz beschädigt, etwa so viel wie eine Jahresernte. Ob und wie stark diese Schäden in die Erntezahlen eingeflossen sind, weist die Statistik nicht aus.
Nach Eigentümern stieg die Ernte im Privatwald um 6 Prozent auf 1,7 Millionen Kubikmeter. Im öffentlichen Wald sank sie um 1,3 Prozent auf rund 3,2 Millionen Kubikmeter; zugenommen haben dort nur die Holzschnitzel.
Was der Verbrauch dazu sagt
Die Schweizerische Holzenergiestatistik des Bundesamts für Energie, veröffentlicht Ende August 2026, zeigt die andere Seite: 2025 wurden in der Schweiz 5,9 Millionen Kubikmeter Holz energetisch genutzt, 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der kältere Winter spielte mit, die Heizgradtage stiegen um 5,6 Prozent. Stückholz, also Scheitholz für Öfen und Stückholzkessel, machte 14,4 Prozent des genutzten Holzes aus.
Gleichzeitig schrumpft die Zahl der Anlagen: Rund 469 000 Holzfeuerungen waren 2025 in Betrieb, 27 Prozent weniger als 2010. Am stärksten gewachsen sind seit 2010 Pelletkessel und Anlagen mit Wärme-Kraft-Kopplung aus Holz. Laut dem Jahrbuch Wald und Holz 2025 des Bundesamts für Umwelt ist das Energieholzpotenzial der Schweiz bereits zu rund 90 Prozent ausgeschöpft.
Für Käuferinnen und Käufer heisst das: Energieholz ist gefragt, und das zusätzliche Potenzial ist laut Bund begrenzt. Unser Brennholz finden Sie im Sortiment.