Wer mit Pellets heizt, zahlt 2026 spürbar mehr. Die Preise sind in Österreich und in der Schweiz gestiegen – in Österreich allerdings deutlich stärker. Ein Überblick über die aktuellen Zahlen und ihre Ursachen.
Österreich: 403,66 Euro pro Tonne im August
Laut der Branchenvereinigung proPellets Austria kostete eine Tonne Holzpellets im August 2026 durchschnittlich 403,66 Euro. Der Wert gilt für lose Ware der Qualität ENplus A1 bei einer Abnahme von sechs Tonnen, inklusive Mehrwertsteuer, aber ohne Einblaspauschale. Gegenüber dem Vormonat entspricht das einem Plus von 2,12 Prozent. Der 15-Kilo-Sack kostete im Schnitt 6,56 Euro.
Wie stark sich der Markt bewegt hat, zeigt der Pelletpreisindex von proPellets: Er stieg von 171,54 Punkten im August 2025 auf 227,03 Punkte im August 2026, ein Plus von gut 32 Prozent. Die Österreichische Energieagentur kommt in ihrem Energiepreisindex auf eine ähnliche Grössenordnung: Im Juli 2026 lagen Pellets 31,3 Prozent über dem Vorjahr, der Index über alle Energieträger dagegen nur 5,7 Prozent.
Zur Einordnung: Seinen Höchststand erreichte der Index im Oktober 2022. Das heutige Niveau liegt noch rund ein Drittel darunter.
Schweiz: dritter Anstieg in Folge
In der Schweiz fällt der Anstieg moderater aus. Nach den Erhebungen von pelletpreis.ch kostete eine Tonne im Juli 2026 durchschnittlich 474,70 Franken, inklusive Mehrwertsteuer und Lieferung. Das sind 2 Prozent mehr als im Vormonat und 15,3 Prozent mehr als im Juli 2025, als der Durchschnitt bei 411,70 Franken lag. Im August stieg der Wert laut der Fachzeitschrift Holzkurier auf 483,60 Franken, der dritte monatliche Anstieg in Folge.
Im Vergleich mit fossilen Energieträgern bleiben Pellets günstig. Im Juni 2026 kostete eine Kilowattstunde Wärme aus Pellets laut pelletpreis.ch 9,49 Rappen, aus Heizöl 11,14 Rappen und aus Erdgas 14,55 Rappen.
| Markt | Aktueller Preis | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| Österreich (August 2026) | 403,66 Euro pro Tonne | +32 % (Pelletpreisindex) |
| Schweiz (Juli 2026) | 474,70 Franken pro Tonne | +15,3 % |
Warum Pellets teurer geworden sind
Die Branche nennt mehrere Gründe. proPellets Austria verwies im Februar gegenüber dem ORF auf das aussergewöhnlich tiefe Preisniveau des Jahres 2024, auf den langen Winter 2025/26 mit sehr hoher Nachfrage und auf Produktionspausen während des Winters.
Dazu kommt der Rohstoff. Pellets werden vor allem aus Sägespänen gepresst, einem Nebenprodukt der Sägewerke. Laut dem Holzmarktbericht der Landwirtschaftskammer Österreich vom August 2026 sind diese Sägenebenprodukte nur in geringen Mengen verfügbar, weil die Werke weniger Holz einschneiden, während die Nachfrage anhält. proPellets nennt ausserdem höhere Kosten für Rohstoff, Produktion und Personal.
Was das für Ihren Einkauf bedeutet
- Keine offizielle Prognose. Für den Winter 2026/27 gibt es weder in Österreich noch in der Schweiz eine bezifferte Preisprognose. pelletpreis.ch rechnete im Juli selbst bei einer geopolitischen Entspannung höchstens mit einem minimalen Rückgang und riet, vorhandenen Lagerplatz jetzt zu füllen.
- Die Menge zählt. Der Tonnenpreis sinkt mit der Bestellmenge. Am 10. September 2026 nannte pelletpreis.ch Durchschnittspreise von 519,55 Franken pro Tonne bei 3 Tonnen und von 467,96 Franken bei 17 Tonnen.
- Im Frühling ist es meist günstiger. Laut proPellets lagen die Preise im April und Mai im Schnitt 5 bis 10 Prozent unter jenen im Herbst und Winter. 2026 fiel dieser Rückgang allerdings schwächer aus.
- Gleiches mit Gleichem vergleichen. Der österreichische Durchschnittspreis gilt für Ware der Qualität ENplus A1. Vergleichen Sie Angebote nur bei gleicher Qualität, Menge und Lieferbedingung.
Unsere Holzpellets liefern wir auf Palette in die Schweiz, nach Liechtenstein, Deutschland, Österreich und Luxemburg.