Für Besitzerinnen und Besitzer von Holzöfen und Stückholzkesseln gibt es in diesem Herbst eine ruhige Nachricht: Die Brennholzpreise sind in Österreich und in der Schweiz weitgehend stabil geblieben, während Pellets deutlich teurer geworden sind.
Österreich: plus 5,2 statt plus 31 Prozent
Der Energiepreisindex der Österreichischen Energieagentur zeigt den Unterschied deutlich. Im Juli 2026 kostete Brennholz 2,5 Prozent mehr als im Vormonat und 5,2 Prozent mehr als im Juli 2025. Pellets verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 31,3 Prozent.
Auch bei den Produzenten bewegt sich wenig. Laut dem Holzmarktbericht der Landwirtschaftskammer Österreich, über den die Bauernzeitung berichtete, erzielte weiches Brennholz im August 2026 durchschnittlich 82,94 Euro pro Raummeter, unverändert gegenüber dem Vormonat. Hartes Brennholz kam auf 113,56 Euro, 92 Cent mehr. Es handelt sich um Nettopreise ab Forststrasse, nicht um Preise für ofenfertige, gelieferte Ware.
Die Landwirtschaftskammer beschreibt die Lage so: Die Betriebe füllen ihre Energieholzlager für die Heizsaison auf, und einzelne Preissteigerungen gehen auf höhere Bereitstellungskosten zurück.
Schweiz: neue Richtpreise seit August
Für die Schweiz gibt es keine amtliche Preisstatistik für Brennholz im Detailhandel. Orientierung bieten die Richtpreise des Schweizer Bauernverbands, die seit dem 3. August 2026 gelten. Sie beziehen sich auf kleine Mengen ofenfertiges, trockenes Holz mit 33 Zentimeter Scheitlänge, abgeholt am Holzplatz, und sind unverbindlich.
| Holzart | Ofenfertig, 33 cm, pro Ster |
|---|---|
| Nadelholz | 160–170 Franken |
| Laubholz gemischt | 170–190 Franken |
| Buche | 180–220 Franken |
| Birke | 200–220 Franken |
Die Nachfrage bleibt hoch. Die Holzmarktkommission von WaldSchweiz hielt im Januar 2026 fest, dass Energieholz in allen Sortimenten weiterhin stark gefragt ist; in einzelnen Regionen erreiche Buchen-Energieholz sogar den Preis von Rundholz. Wie gross der Anteil des Energieholzes inzwischen ist, zeigt die Schweizer Holzernte 2025.
Worauf es beim Kauf ankommt
- Preise richtig vergleichen. Ein Raummeter ab Forststrasse, ein Ster ofenfertig ab Hof und eine gelieferte Palette sind drei verschiedene Produkte. Vergleichen Sie Angebote nur bei gleicher Holzart, Scheitlänge, Trocknung und Lieferart.
- Trockenheit zählt mehr als der Preis. EnergieSchweiz empfiehlt eine Restfeuchte von höchstens rund 20 Prozent. Luftgetrocknetes Holz braucht dafür mindestens ein bis zwei Jahre an einem trockenen, gut belüfteten Ort.
- Laubholz liefert mehr Wärme pro Ster. Laut EnergieSchweiz ersetzen rund 5 bis 6 Ster Laubholz oder 7 bis 8 Ster Nadelholz etwa 1000 Liter Heizöl.
Unser Brennholz gibt es kammergetrocknet oder waldfrisch, geliefert auf Palette.